Wenn ich auf das Wochenende in St. Gallen zurückblicke, überwiegt definitiv das Positive. Drei Disziplinen, drei Medaillen – das fühlt sich gut an. Vor allem der Weitsprung mit 8,12 Metern gibt mir viel Selbstvertrauen. Im sechsten Versuch nochmals alles rauszuholen, das war mental wichtig, gerade auch angesichts des nicht immer perfekten Absprungs. Genau diese Momente brauche ich mit Blick auf die internationale Saison.
Der Stabhochsprung war ebenfalls sehr solide. 5,20 Meter sind eine Höhe, auf der man aufbauen kann. Sie zeigt mir, dass ich ein gutes Grundniveau habe. Natürlich hat wenig gefehlt zum Titel – aber es zeigt mir, dass meine Mehrkampf-Basis stimmt. Diese Breite ist für mich entscheidend.
Am meisten gefreut hat mich das Hürdenrennen. Gegen Jason anzutreten, pusht immer extrem. Mit 7,55 Sekunden persönliche Bestzeit zu laufen, zeigt mir, dass ich auch dort einen Schritt gemacht habe. Wenn man merkt, dass man näher herankommt, motiviert das enorm. Die WM-Quali hätte ich damit auch bei den Hürdenläufern. Aber ich werde mich in Torun auf den Mehrkampf konzentrieren.
Insgesamt war es ein sehr gutes Wochenende in St. Gallen vor wie immer toller Stimmung! Ich geniesse diese Heimauftritte immer sehr und nehme viel Positives mit: Stabilität im Anlauf, gute Sprungqualität, ein starkes Hürdenrennen. Gleichzeitig sehe ich klar, wo es in den nächsten gut 2 Wochen noch Stellschrauben gibt, an denen ich arbeiten kann.
Jetzt geht der Fokus nach vorne. Die Hallensaison ist kurz, die Highlights kommen schnell. Für mich geht es darum, dieses Niveau zu bestätigen – und im richtigen Moment nochmals zuzulegen. Ich habe das Gefühl, dass ich dafür auf dem richtigen Weg bin.
(Foto: Ulf Schiller/Keystone)









