Schweizer Meister im Weitsprung

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Nach den beiden erfolgreichen Starts an den Diamond League Meetings in Rabat und Oslo sowie dem Auftritt in Innsbruck machte ich am Freitag vor den Weltmeisterschaften in Eugene (USA) Zwischenhalt an den Schweizer Meisterschaften in Zürich.

Vom Velostudio in die Appenzeller Bahn auf den Letzigrund

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Nach dem Diamond-League-Wettkampf in Oslo war nicht lange Erholung angesagt. Am vergangenen Sonntag weilte ich als Studiogast beim Schweizer Fernsehen im «Velostudio» bei Olivier Borer an der Tour de Suisse in Vaduz, gemeinsam mit ehemaligen Radsportgrössen wie Sven Montgomery und Fabian Cancellara. Am Montag ging es dann mit dem Zug weiter von St. Gallen nach Trogen. Im Rahmen der Interview-Serie «Im Zug mit» von TV Ostschweiz war ich Gast bei Claudia Marty. Interessierte können sich den Beitrag auf dem Webportal von TV Ostschweiz in ganzer Länge anschauen:

Weiterer Weitsprung-Podestplatz in Oslo

Am Diamond-League-Meeting in Oslo sprang ich bei äusserst schwierigen Bedingungen mit 7,95 Meter auf den dritten Rang. Gewonnen hat den Wettkampf – wie bereits in Rabat – der griechische Olympiasieger Miltiadis Tentoglou, mit einer Weite von 8,10 Metern. Ganz zufrieden war ich nach dem Wettkampf entsprechend nicht, da ich eine solche Weite derzeit in den Beinen habe und damit eine Chance verpasst habe, ein Diamond-League-Meeting zu gewinnen.

Die schwierigen äusseren Umstände zeichneten sich bereits beim Abflug nach Oslo ab, als am Mittwochmorgen vor unserem Abflug nach Oslo aufgrund eines technischen Defekts der Schweizer Luftraum gesperrt war. In Oslo angekommen, musste ich mich dann erst einmal an die kühleren Temperaturen gewöhnen. Als es zu Beginn des Wettkampfs zu regnen begann, gab es kein Zelt für uns Athleten, so dass wir in der Kälte und Nässe standen. Dann dauerten die Unterbrüche zwischen den einzelnen Sprüngen nicht wie gewohnt rund 20 Minuten, sondern deutlich länger. Dies ist grundsätzlich kein Problem, wenn man sich als Athlet darauf einstellen kann. Schwierig wird es, wenn man nicht weiss, wie lange es bis zum nächsten Versuch dauert. So kann man die Spannung nicht richtig aufbauen. Bei den letzten Sprüngen fühlte ich mich dann immer besser, aber der Wettkampf war dann schon vorbei. Dennoch war es eine sehr lehrreiche Erfahrung in Oslo. Letztlich bringen mich auch solche Situationen als Athlet weiter.

Europas Leichtathlet des Monats Mai 

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Dank meinem 8,45 Meter-Rekordsprung am Zehnkampf in Götzis wurde ich von den europäischen Leichtathletik-Fans zum Athleten des Monats Mai gewählt, dies bereits zum zweiten Mal nach meiner Wahl zu Europas Leichtathleten des Monats Januar. 2022 wird immer mehr zu meinem Jahr. Dies macht Freude und Hunger auf mehr. Danke für das Abstimmen!

Diamond League: Mit 8,13 auf Rang 2 in Rabat

Mit 8,13 Meter und zwei Sprüngen über 8 Meter sicherte ich mir hinter dem griechischen Olympiasieger Miltiadis Tentoglou (8,27 m) und vor dem Olympia-Dritten Maykel Masso aus Kuba (8,08) an meinem ersten Diamond-League-Meeting ausserhalb der Schweiz einen Podestplatz.

Nach Kariem Hussein, der vor sieben Jahren in Brüssel Dritter geworden ist, bin ich damit erst der zweite Schweizer, dem dies an einem Meeting von diesem Format gelungen ist. Es fühlt sich grossartig an. Insbesondere auch, dass ich diese Marke von acht Metern im Weitsprung auch in Rabat abrufen konnte, bei sehr schwierigen äusseren Bedingungen. Es windete sehr stark und war äusserst wechselhaft. Von einem Meter Gegenwind bis zwei Meter Rückenwind, gab es an diesem Abend alles. Es war entsprechend für uns Weitspringer nicht einfach. Ausserdem lag der Zehnkampf in Götzis erst eine Woche zurück, so dass ich diesen immer noch spürte. Dieser zweite Platz und das Resultat erfüllen mich mit grossem Stolz und sind einfach genial. Ich hoffe, dass ich mich in Oslo und Innsbruck noch einmal steigern kann. Mit einem Meeting wie in Götzis lässt sich ein Meeting wie in Rabat aber nicht vergleichen. Götzis ist ein Mekka des Zehnkampfs. Es herrscht da eine unvergleichliche Atmosphäre. Da will man als Zehnkämpfer unbedingt wieder hin. Rabat war zwar ebenfalls eine besondere Erfahrung mit grossartigem Publikum. Bei einem Meeting wie in Rabat ist man im Weitsprung für eine Stunde oder eineinhalb Stunden in der Wettkampfarena. Bei einem Zehnkampf steht man zwei Tage auf dem Platz, was körperlich und mental eine enorme Herausforderung darstellt. 

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